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Sprung

Statt auf invis-Server Version 11.1 (die ja längst überfällig ist) springen wir direkt auf Version 12.0. Es ist zwar ungewöhnlich, dass direkt auf eine Major Release gleich wieder eine Major Release folgt, die enthaltenen Neuerungen machen das aber gemäß unserer Release Regeln erforderlich.

Schuld an allem ist natürlich Samba. Der Bau eigener stabiler RPM-Pakete hat uns wesentlich mehr abverlangt als wird dachten, jetzt sind wir allerdings auf der Zielgeraden. Statt der im „11.1“ nummerierten unstable-Release enthaltenen Version 4.5.0, sind wir in den jetzt im Test befindlichen Pakete schon bei Samba Version 4.5.3. Die Kombination aus komplexem Paketbau (das Spec-File der Samba-Pakete hat ausgedruckt die Länge von 39 DIN A4 Seiten…. ja, ich hab es wirklich ausgedruckt. 🙂 ) und hoher allgemeiner Arbeitsbelastung sorgt einfach dafür, dass sich alles in die Länge zieht.

Samba allein war es dann aber doch nicht. Während wir noch mit den Samba Paketen beschäftigt waren, wurde frecherweise openSUSE Leap 42.2 veröffentlicht. …ganz ohne uns zu fragen. 😉 Natürlich basiert die jetzige 12.0 unstable Version bereits auf 42.2.

Den nächsten Sprung machte ownCloud. Wir verwendeten bisher die stabilen Pakete aus dem openSUSE Buildservice und haben uns gewundert wo den dort Version 9.x bleibt. Ein bisschen Recherche förderte zutage, dass ownCLoud jetzt eigene Repositories außerhalb des OBS pflegt. Wir mussten also unser Setup entsprechend anpassen.

Ähnlich sieht es mit Zarafa aus. Dass Zarafa verschwinden und durch Kopano ersetzt wird, war uns schon lange klar, jedoch mussten wir warten bis sich dort eine klare Release-Politik etablierte. Inzwischen gibt es auch dort echte Repositories, die wir in unser Setup integrieren können. Auch das haben wir umgestellt. Statt Zarafa wird jetzt also Kopano, aktuell in Version 8.1.x, aus den Kopano eigenen Repositories installiert.

Im derzeitigen invisAD 12.0 unstable Release ist bereits die Installation der sogenannten Kopano „Limited“ Pakete möglich. Limited steht dabei für „limitierten“ Support, was eine Verbesserung zu den bisher unsupporteten Zarafa Paketen aus dem OBS darstellt. Die Installation dieser Limited Pakete benötigt allerdings Zugangsdaten zu den Kopano Repositories. Um auch ohne diese Zugangsdaten installieren zu können, werden wir in Kürze als Alternative noch Repositories für die Installation unsupporteter Community Pakete ins Setup integrieren.

Kurz es hat sich verdammt viel getan. Die erste Produktiv-Installation der Version 12.0 ist bereits in Betrieb. Diesmal sind wir selbst mit meiner Firma FSP Computer & Netzwerke die Versuchskaninchen. Bisher (Uptime = 5 Tage) sieht alles gut aus.

Am Wochenende bekommt die Sache noch ein bisschen Feinschliff und die offizielle Stable Release sollte dann in Kürze folgen.

Stefan

 

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